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Karate-Grundwissen

Der Begriff "Karate" setzt sich zusammen aus den japanischen Worten "Kara" ("leer") und "Te" ("Hand"). Hinzu kommt "Do" ("Weg"). Da "Karate-Do" eine waffenlose Kampfkunst ist, beschreibt ihr Name somit den "Weg der leeren Hand".

Karate trainierende Personen werden als "Karateka" bezeichnet.

Dōjō

Das Dōjō ("Ort des Weges") beschreibt den Trainingsraum oder die Halle, in der Budō-Sportarten (Oberbegriff für jap. Kampfkünste) trainiert werden.

Im traditionellen Dōjō herrschen bestimmte Verhaltensregeln, die seit dem Jahr 1750 im "Dōjōkun" überliefert sind:

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Sprachgebrauch

Während des Trainings werden üblicherweise japanische Begriffe verwendet, so z.B. bei Übungskommandos oder beim Zählen.

"Oss" ist dabei ein echtes Universalwort. Es kann sowohl als Grußformel verwendet werden, als auch als "Danke" oder "Ich habe verstanden".

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Verbeugung

Im Karate ist die Einhaltung traditioneller japanischer Etikette von hoher Bedeutung. Die erste der 20 Regeln des Begründers des "modernen" Shotokan Karate Gichin Funakoshi lautet "Karate beginnt und endet mit Respekt." Daher wird bereits bei Betreten und Verlassen des Dōjō, durch die rituelle Begrüßungszeremonie sowie in Partnerübungen durch eine Verbeugung Respekt erwiesen.

Kleidung

Die Kleidung des Karateka ist der Karate Gi, bestehend aus einer Hose, einer Jacke und dem Gürtel.

Die Farbe des Gürtels steht für die Graduierung des Karateka.

Wie der Gürtel gebunden wird, zeigt dieses Video:

Kime und Kiai

Zentrale Elemente des Karate sind "Kime" und "Kiai". Die japanische Silbe "Ki" beschreibt dabei die in der ausgeführten Technik entfalteten Energie.

 

Als "Kime" bezeichnet man im Karate die größtmögliche Energie, die beim Ausführen einer Technik übertragen wird. Sie entsteht durch die Koordination von Beschleunigung, Atmung und Körperspannung in dem Moment, in dem die ausgeführte Technik auf ihr Ziel trifft. Die Optimierung des Kime maximiert die Wirksamkeit der Technik.

Der "Kiai" ist ein Kampfschrei, der während einer Aktion ausgeführt wird. Dieser erfüllt mehrere Zwecke, von denen zwei elementar sind: Die maximale Anspannung der Rumpfmuskulatur und des Zwerchfells unterstützen das Kime der beenden Technik. Zusätzlich setzt der Schrei im eigenen Körper Adrenalin frei, welches den Karateka während des Kampfes stets höchst wachsam und kampfbereit hält.

Vereinfacht interpretiert bezeichnen "Kime" und "Kiai" im Karate das Zusammenwirken von "Energie konzentrieren" und "Energie entfalten". 

Kihon, Kata, Kumite

Das Karatetraining besteht im Wesentlichen aus drei Hauptdisziplinen, die je nach Graduierung unterschiedlich anspruchsvoll und komplex sind. Wettkämpfe werden im Karate als Leistungssport in Kata und Kumite mit jeweiligen Unterkategorien ausgetragen. 

Kihon

Erlernen und Optimieren der Grundform einzelner Techniken, bzw. Kombinationen von Techniken. Im Fokus stehen die Verbesserung von Koordination und Kondition sowie die Entwicklung des "Kime".

Kata

Stilisierte, festgelegte Abfolge von Techniken gegen imaginäre Gegner. Ziel ist die Perfektion der Techniken in räumlicher Bewegung als Vorbereitung zum Kampf.

Kumite

Anwendung erlernter Techniken am Partner. In verschiedenen Formen des Kumite wird auf den freien Kampf hin trainiert. Ziele sind die maximale Effektivität trotz Kontrolle.